Stand: 06.02.2012

     

Tischtennis

  1. Herrenmannschaft
         - Bezirksoberliga Nord-        2011/12


1. Michael Rücker

Michi „das Krummbein“ Rücker ist der Comebacker des Jahres – nach Zeiten des ganz großen TT-Sports, hat er in den vergangenen Jahren mehr Zeit damit verbracht, seinen Körper auf Null-Niveau zu trimmen, dafür aber seinen ehemals sixpack-bewachsenen Bauch mit viralen Fettpartien zu bereichern. Doch die dicken Partien sollen nun wieder zum Schmelzen gebracht werden: Als neue Nr. 1 des TSV Barsinghausen steigt er aber gleich wieder so etwas von ambitioniert weit oben im TT-Zirkus ein, das einem Angst und Bange werden kann. Immerhin wird in der Bezirksoberliga Tischtennis nicht mehr gearbeitet, sondern filigran gezaubert. Ob er da als abgehalfterter Semiprofi noch mithalten kann? Die eigenen Mannschaftskollegen haben die Ansprüche an den Neuen, nach einer ersten, lockeren Trainingseinheit und einer damit einhergehenden Leistenzerrung beim körperlich überforderten Exilpädagogen auf folgende Formel gesenkt: Als Dummy oben ganz hübsch anzuschauen – und wir anderen rutschen wenigstens einen runter. Und jetzt im Ernst: Hält unsere neue Granate ein paar Mal den Schläger in der Hand, ist er der Garant für den angepeilten den Klassenerhalt.

2. Danny Pieper

Danny „die Mettwurst“ Pieper ist ein wandelndes Mysterium – trotz anwachsender Speckfalte ums Hüft-Relief schafft er es weiterhin sich am Tisch in eine aussichtsreiche Vorhandposition zu begeben. Die eigentliche Glanzleistung dabei: Meistens ohne dabei den meridianen Körperschwerpunkt zu verlieren und einfach umzukippen. Er ist nicht mehr so konsequent und dynamisch wie zu einer Zeit, als sein Fress-Portfolio über gewürztes Schwein hinausging – aber dennoch bissig genug, um den Willen seiner Gegner mit frettchenartigen Aufschlägen zu brechen und das ein oder andere Geschoss zu platzieren. Ansonsten überzeugt er mit gefälligem Rückhandgegurke aus der Halbdistanz. Wenn er „seinen“ Vorhandbelag findet und seine Fitness nicht auf Ameisenbär-Niveau abfällt, ist er in der Bezirksliga oben ein zuverlässiger Punktehamster.

3. Thomas Planert

Thomas „die Humpelsocke“ Planert ist unsere ewige Nr. 1 – vermutlich auch dann noch, wenn im Deister Palmen wachsen und in unseren Vorgärten ausgetrocknete Rinderschädel vor sich hin muffeln. Er ist älter, weiser und seit Neuestem auch gehandicapter denn je: Ein lupenreiner Achillessehnenriss macht ihn zu einem ernsthaften TT-Kandidaten für die kommenden Paraolympics in London 2012. Wir hoffen aber, dass er bis dahin seine ohnehin nie vorhandene Bewegungsschnelligkeit wieder erlangt hat. Im gesunden Zustand ist Mr. Zupfikuchen eine (fast) unbezwingbare Wand in der Bezirksliga. An besonders guten Tagen auch für höhere Aufgaben berufen – Zwiegespräche mit Gott sollen an der Platte bereits stattgefunden haben.

4. Jan Kück

Jan „the Slowfoot“ Kück ist ein schwer fassbares Phänomen – sein Arbeitstag an Punktspielwochenenden könnte man einfach und kurz zusammenfassen: spät kommen, häufig gewinnen und zeitig gehen. Es soll schon vorgekommen sein, dass Mannschaftsmitglieder erst nach einem Blick aufs Spielformular von Jans Anwesenheit mitbekommen haben – nach Spielende und zwei Pluspunkten auf seiner Habenseite. Sein Spiel gleicht zuweilen einer Superzeitlupe in HDTV-Qualität – allerdings beherrscht er das Konzept der High-Definition-Rotation in Perfektion: lupfartig, sicher, abwartend heißt sein Geheimrezept. Und das klappt auch oft ohne Training und Bewegungsmomente. Falls es mal nicht so läuft, gibt es ein klangqualitatives Merkmal, mit dem sich der Janosapiens Kücketimus dann doch mal in Erinnerung ruft: Ein unter die Haut gehender Verzweiflungsschrei im höheren Dezibelbereich. Erzeugt zwar Kopfschmerzen, muss aber halt mal raus ... Und dann klappt es auch wieder mit einer Riesenbilanz in der Mitte.

5. Alberto Alonso

Alberto „die Giraffengrete“ Alonso ist seit längerem auf der Suche nach etwas, das man gemeinhin als Talent bezeichnet und auch in ihm irgendwann mal rudimentär vorhanden gewesen sein soll. Seit einer Eigenheimentscheidung verwechselt der beinhaarumschmeichelte Spanier aber gerne mal Spaten mit Schläger. Seine Körperkontrolle nimmt zeitweise touretteartige Züge an – da fliegen auch mal Gliedmaßen in Himmelsrichtungen, die dort nicht immer hingehören. Das wenig anschauliche Ergebnis sind schweißtreibende Schlachten mit dem Gegner und dem eigenen Ich. Ein Spektakel, das ein ästhetisches Rückschlagspiel wie Tischtennis auch mal zu einer martialen Kampfsportart mutieren lässt. Allerdings sollte in Zukunft wieder weniger geschwitzt, gekämpft und geprügelt, sonder eher die spielerische Lösung gefunden werden. Mit etwas Training ist in der Mitte eine Bilanz jenseits der Schmerzgrenze hoffentlich drin.

6. Alexander Zich

Alex „der Passivschniedel“ Zich ist eine Wuntertüte, bei der nie jemand wirklich weiß, was drin stecken könnte – und was bei Punkspielen raus kommt: Mal ist es ein Tsunami, mal ein Hasenfurz. Von Geburt an als Offensivathlet auf die Welt gekommen, zieht die kasachische Zündschnur im Spiel aber auch ganz gern mal den strategischen Rückzug vor. Aus historischer Sicht könnte man eine Verbindung zwischen seinen sowjetrussichen Wurzeln und den Kriegsgeschehnissen zwischen ´39 und ´45 herstellen. Und wir wissen alle, wie das damals ausgegangen ist: Fühlt sich der Russe in die Enge getrieben, schlägt er zurück, erobert Landstriche und gibt fortan den Takt an. Eine wünschenswerte Perspektive für die kommende Saison – Attacke heißt also die Parole, um im unteren Paarkreuz eine positive Bilanz zu spielen. Was aufgrund seines dynamischen Vorhandzäpfchens sicher möglich ist. Und falls er mal wieder einen fetten Pups in der Hose hat und als kleiner Punkt meterweit hinter der Platte verschwindet, muss er beim gemeinsamen Grillen zur Strafe über die glühende Asche hüpfen, während die anderen Wodka draufschütten ...
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Termine und Bilanzen H1 Tabelle & akt. Spielplan Spielpl.Bezirksoberliga Nord






8:8 im Spitzenspiel gegen Bothfeld
- Tabellenführung futsch -

05.02.2012 (aa). Erster gegen den punktgleichen Zweiten, 20 fanatische Fans und eine aufgeheizte Halle. Das Dinner war angerichtet für einen spannenden TT-Nachmittag voller technischer Finessen und einer Portion Kampfsau. Und gut ging es gegen Bothfeld los: 2:1 Doppel – das schaffen auch nicht viele Mannschaften gegen die Duett-Liebhaber aus dem Norden Hannovers. Michi/Plani holen sich den verlorenen Doppelpunkt aus dem Hinspiel gegen BJay/ReJay zurück, Jan/Alex werden immer mehr zu sicheren Punktegaranten an Doppel 3 und schlagen Anke/Ottow knapp im Fünften. Nur beim Dicken und dem Haarigen hakt es hier und da – aber bitte: An den Vollschlanken muss man erst einmal vorbeikommen, 1:3. Dann gings im Einzel richtig los: Michi kämpft Mr. Emotionless in 5 nieder, geht doch. Einen Punkt Marke „Big-bigger-am-biggesten-Point“ holt Danny gegen SchnippelJay, der bis dato bilanztechnisch beste Spieler der Staffel – 3:0. Hammer! 4:1 gehen wir in Führung – und Planhart hat sich ja noch gar nicht seinen sicheren Punkt gegen Rehse abgeholt. Sollte auch so bleiben. Mr. Zuverlässig der Hinserie steckt in einem aber so etwas von ganz tiefem Tief, dass er derzeit praktisch schon den Erdmittelpunkt in Sichtweite hat. Allerdings spielt sein Kontrahent auch unglaublich sicher, obwohl uns ein spielerisch minderbemittelter Bothfelder Mitte-Spieler angekündigt worden ist. Verarscht, 0:3. Jan bemüht sich redlich gegen Big Papa, es reicht aber nur zu einer Satzverlängerung im ersten Abschnitt – und wieder 0:3. Jetzt kommt das kampferprobte untere Paarkreuz, das in schöner Regelmäßigkeit als der Schwachpunkt unserer Mannschaft angesehen wird. Pff. El Trén siegt in knappen 4 Sätzen gegen Tänzel-Ottow, Alex schafft es gegen Backhand-Anke bis in den Fünften, aber nicht mehr ganz zum Sieg. Zur Halbzeit steht es also 5:4 – alles drin, leider konnten wir Dannys unverhofften Punkt bis dahin nicht vergolden. Zweiter Abschnitt beginnt wie der erste: Michi scheint in der BOL angekommen zu sein und lässt den materialsensiblen TJay nicht den Hauch einer Chance. Danny spielt gegen den an diesem Tag so nicht erwartet ruhigen – ja, quasi lammfrommen – Bernd gut mit. Reicht diesmal nur leider nicht, 1:3. Macht nichts, unsere Mitte wird sich sicher rehabilitieren für die desolate erste Runde. Reha was? Plani scheint sich nach 0:2-Rückstand gegen den Kuscheligen zwar an seine spielerischen Fähigkeiten zu erinnern, hat im Fünften dann auch einen Matchball, kriegt es aber nicht hin, den konditionsstärkeren Wulfes zu bezwingen. An der Nachbarplatte hält Jan gegen Sandplatz-Rehse gut mit, es reicht aber wieder nicht. 6:7 – das sieht jetzt mal gar nicht mehr so gut aus für die Deisterrambos. Denn nun ist ja wieder das als allgemeinhin staffelschwächste untere Paarkreuz der Welt an der Reihe. Der Iberer rackert sich gegen The Wall-Anke den Arsch ab, gewinnt Satz 2 nach 1:14 Stunde zu 16:14 und möchte beim Satzstand von 1:1 wegen Sauerstoffarmut das Match abbrechen: „Bitte, werft das Handtuch in die Box.“ Doch die verständnislosen Mannschaftskollegen jagen ihn zurück an den Tisch. Unmenschlich. Zwei Sätze, 1261 Topspins und eine ausgereifte Hinternzerrung später geht der Blut spukende Spanier als Sieger vom Center Court. Alle Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Zicheroni. Verdientermaßen: 1:2 liegt Alex gegen Ottelow hinten, aber irgendwie hat unsere Nummer 6 seit dieser Saison die Nerven im Griff – im Fünften setzt er sich mit gekonnt gesetzten Abwehrbällen ab und macht unsern achten Punkt sicher. Das letzte Spiel des Tages lag an – Michi/Plani gegen Jendrich T/Wulfes. Das Abschlussdoppel muss doch zu machen sein. Isses auch. Aber auf Bothfelder Seite – nach einigen verdaddelten Satzführungen und –bällen ist der Willen unserer beiden Topstars in Satz drei gebrochen. Ein deutliches 0:3 steht für alle Ewigkeiten auf dem Spielbogen markiert. 8:8. Naja. Gut oder schlecht für uns? Nach einigen Stunden Abstand, mehreren Litern Bier und einigen Ouzos später können wir mit der Punkteteilung gut leben. Wir verlieren zwar die Tabellenführung an Ahlten, bleiben aber in Sichtweite, die Saison ist noch lang. Nächste Woche in Twistringen dürfen wir uns aber keine weitere Schwäche erlauben – sonst fährt der Aufstiegszug ohne uns ab….




Erste bleibt Tabellenführer!
- 9:6 Autschn-Sieg gegen Bokeloh, 6:9 Wow-Niederlage in Ahlten -

14./15.01.2012 (aa). Ein konditionsreiches Wochenende mit am Ende asthmatischen Schnappatmungsanfällen liegt hinter der I. – zwei Auftritte mit zwei unterschiedlichen Gesichtern und einer ausgeglichenen Punkteteilung ist das Ergebnis nach den Partien gegen Bokeloh und Ahlten...
Das Doppelspieltagwochenende begann furios – mit einer 3:0-Doppelführung gegen den Vorletzten aus Bokeloh. Einige träumten ob der ungeahnten Doppelstärke schon wieder von einem beeindruckenden Kantersieg wie eine Woche zuvor gegen Wennigsen. Vor lauter Träumerei hätte uns das wacker kämpfende Bokeloh aber noch links überholt. Was war passiert? Zusammenfassend: Eine Prise Überheblichkeit, zwei Löffelchen Inkonsequenz, ein halber Liter Unkonzentriertheit und am Ende ein ganz langer Kochlöffel in dem Ort, wo selten die Sonne scheint führte uns an den Rand eines Unentschiedens. Bis auf Michi, der in seinen beiden Einzeln nur unglaubliche 25 Punkte abgab, liefen die anderen Deister-Grazien wie Falschgeld in der Box herum. Vorneweg ein gewisser Herr Planert, der in der Hinrunde noch ein echter Punktegarant gewesen ist und nun erst einmal ins Jahr 2012 finden muss. Alle anderen retten wenigstens ein Einzel ins Ziel (Danny souverän in 3, Jan mit ordentlicher Leistung in 5) – wobei besonders unten mit Alex und Alberto zwei Nervenbündel am Start waren, die an diesem Tag perfekte Probanden für ein in der Testphase befindliches Beruhigungsmittel gewesen wären. Zwei Mal im 5. hieß es am Ende knappstens gegen einen schon etwas bemitleidenswert kämpfenden Maik – keine Frage, der Junge hätte mindestens ein Einzel verdient gehabt. Um zu gewinnen, muss man aber halt mal einen Matchball nutzen. Zum Glück hat er es nicht getan, denn unser Abschlussdoppel Michi/Plani ließ sich am Nebentisch mal kurz von Nils/Matthias in drei Sätzen wegknüppeln. Zählte aber nicht mehr, hehe. Ein mehr als schmeichelhafter 9:6-Sieg stand unterm Strich fest. Fazit: Zwei schmutzige Pluspunkte und die Frage: Wie sollen wir mit dieser Leistung einen Tag später bei Aufstiegsmitfavorit Ahlten eigentlich bestehen?
Ganz einfach: Indem sich die Mannschaft über Nacht mental auf links dreht. Klingt zwar komisch, aber trotz der 6:9 Niederlage haben wir am Ende die Halle mit einem wesentlich besseren Gefühl verlassen, als Tags zuvor in Bokeloh. Die Erklärung ist ganz einfach: Wir haben richtig gut gegengehalten, uns von einem 1:4 Rückstand nicht unterkriegen lassen und bis zum Schluss gerödelt, dass sich die Platte biegt (Michi/Plani drehen ein 5:10 im 5. noch um, während Danny/Alberto, Jan/Alex, Danny und Jan ihre Spiele abgeben). Auch gegen Ahlten hält uns Michi mit leicht lädiertem Knie, aber in lustiger Spiellaune mit zwei Einzelsiegen im Match, Plani macht ein Einzel vom Vortag wieder gut und unten brüllen und ackern sich Alex und Alberto in 5 zum Sieg. Und schwupps wurde aus einem 1:4 ein 6:4 für uns. Hier geht was! Also fast... denn leider kam danach kein Pluspunkt mehr auf unsere Habenseite, auch wenn Alex in seinem zweiten Match gegen Ironman Fred eine 2:0-Satzführung abgibt und unser Schlussdoppel Michi/Plani beim Stand von 5:5 im 5. zumindest theoretische Chancen gehabt hätte, das Unentschieden zu „safen“. Sollte diesmal nicht sein.
Fazit: Hat Riesenspaß gemacht, die I. bleibt Tabellenführer und wir müssen erst einmal weiter Punkte abgeben, um überholt zu werden. Wir werden beißen, bis zum Schluss...




Erste bleibt Tabellenführer!
- 9:6 Autschn-Sieg gegen Bokeloh, 6:9 Wow-Niederlage in Ahlten -

14./15.01.2012 (aa). Ein konditionsreiches Wochenende mit am Ende asthmatischen Schnappatmungsanfällen liegt hinter der I. – zwei Auftritte mit zwei unterschiedlichen Gesichtern und einer ausgeglichenen Punkteteilung ist das Ergebnis nach den Partien gegen Bokeloh und Ahlten...
Das Doppelspieltagwochenende begann furios – mit einer 3:0-Doppelführung gegen den Vorletzten aus Bokeloh. Einige träumten ob der ungeahnten Doppelstärke schon wieder von einem beeindruckenden Kantersieg wie eine Woche zuvor gegen Wennigsen. Vor lauter Träumerei hätte uns das wacker kämpfende Bokeloh aber noch links überholt. Was war passiert? Zusammenfassend: Eine Prise Überheblichkeit, zwei Löffelchen Inkonsequenz, ein halber Liter Unkonzentriertheit und am Ende ein ganz langer Kochlöffel in dem Ort, wo selten die Sonne scheint führte uns an den Rand eines Unentschiedens. Bis auf Michi, der in seinen beiden Einzeln nur unglaubliche 25 Punkte abgab, liefen die anderen Deister-Grazien wie Falschgeld in der Box herum. Vorneweg ein gewisser Herr Planert, der in der Hinrunde noch ein echter Punktegarant gewesen ist und nun erst einmal ins Jahr 2012 finden muss. Alle anderen retten wenigstens ein Einzel ins Ziel (Danny souverän in 3, Jan mit ordentlicher Leistung in 5) – wobei besonders unten mit Alex und Alberto zwei Nervenbündel am Start waren, die an diesem Tag perfekte Probanden für ein in der Testphase befindliches Beruhigungsmittel gewesen wären. Zwei Mal im 5. hieß es am Ende knappstens gegen einen schon etwas bemitleidenswert kämpfenden Maik – keine Frage, der Junge hätte mindestens ein Einzel verdient gehabt. Um zu gewinnen, muss man aber halt mal einen Matchball nutzen. Zum Glück hat er es nicht getan, denn unser Abschlussdoppel Michi/Plani ließ sich am Nebentisch mal kurz von Nils/Matthias in drei Sätzen wegknüppeln. Zählte aber nicht mehr, hehe. Ein mehr als schmeichelhafter 9:6-Sieg stand unterm Strich fest. Fazit: Zwei schmutzige Pluspunkte und die Frage: Wie sollen wir mit dieser Leistung einen Tag später bei Aufstiegsmitfavorit Ahlten eigentlich bestehen?
Ganz einfach: Indem sich die Mannschaft über Nacht mental auf links dreht. Klingt zwar komisch, aber trotz der 6:9 Niederlage haben wir am Ende die Halle mit einem wesentlich besseren Gefühl verlassen, als Tags zuvor in Bokeloh. Die Erklärung ist ganz einfach: Wir haben richtig gut gegengehalten, uns von einem 1:4 Rückstand nicht unterkriegen lassen und bis zum Schluss gerödelt, dass sich die Platte biegt (Michi/Plani drehen ein 5:10 im 5. noch um, während Danny/Alberto, Jan/Alex, Danny und Jan ihre Spiele abgeben). Auch gegen Ahlten hält uns Michi mit leicht lädiertem Knie, aber in lustiger Spiellaune mit zwei Einzelsiegen im Match, Plani macht ein Einzel vom Vortag wieder gut und unten brüllen und ackern sich Alex und Alberto in 5 zum Sieg. Und schwupps wurde aus einem 1:4 ein 6:4 für uns. Hier geht was! Also fast... denn leider kam danach kein Pluspunkt mehr auf unsere Habenseite, auch wenn Alex in seinem zweiten Match gegen Ironman Fred eine 2:0-Satzführung abgibt und unser Schlussdoppel Michi/Plani beim Stand von 5:5 im 5. zumindest theoretische Chancen gehabt hätte, das Unentschieden zu „safen“. Sollte diesmal nicht sein.
Fazit: Hat Riesenspaß gemacht, die I. bleibt Tabellenführer und wir müssen erst einmal weiter Punkte abgeben, um überholt zu werden. Wir werden beißen, bis zum Schluss...




Zum Jahresstart im Eiltempo
- Basche: Neun. Wennigsen: Nuuuuuuuuuuuuuuuuuuuull. Danke. Biiiitteeeee! -

08.01.2012 (aa). 105 Minuten - nicht länger als ein Fußballspiel mit Halbzeitpause hat der Start in die Rückrunde für die I. Herrenriege gedauert – der Gegner aus Wennigsen hat nicht wirklich viel entgegenzusetzen gehabt. Ein 9:0 lässt sich aber auch schwer anders interpretieren. Ganze 5 Sätze haben wir unseren extrem abstiegsbedrohten Nachbarn gegönnt, keiner von uns wollte sich der allgemein flotten Gangart verwehren. Selten so gut aus der Winterpause gekommen. Dabei waren die Befürchtungen groß, dass ein Spiel so früh im Januar eher ein Kampf gegen die Entenbraten-Glühwein-Schokoweihnachtsmann-gestählten Bäuche werden würde, als ein passables Ping Pong-Match. Naja, so kann man sich irren, selbst unser Mettball-Pieper hat sich körperlich einwandfrei gehalten. Maximal 3,2 Kilo sind bei ihm über die Jahreswende dazu gekommen... In der Frühform fahren wir nun an diesem Samstag nach Bokeloh, um Tags drauf durch die Hölle von Ahlten zu marschieren. Mal schauen, ob es im neuen Jahr schon früh was zu feiern gibt...








Im Eilexpress die Tabellenführung behauptet
- 9:2 gegen Bokeloh -

19.11.2011 (aa). Die TSVer Wunderknaben setzen sich auf Platz 1 fester fest, als Blähungen nach nem Eimer Eintopf – und zwar mit der wohl überzeugendsten Leistung der aktuellen Saison. Wobei man auch sagen muss: Der Gegner aus Bokeloh schien merkwürdig ungriffig und zahnlos. Oder es war die ausgelutschte Metapher von der Maus vor der Schlange. Auf jeden Fall ist zum Spiel nicht viel zu sagen:
Doppel 2:1 – und zwar ein klares 3:0 von den beiden Punktegaranten Michi/Plani und zur Abwechslung mal wieder ein Doppelerfolg vom Dicken und vom Haarigen. Bei Alex/Jan kriselts dagegen in der TT-Ehe. War heute aber auch nicht so wichtig – denn Michi Milchzahn, Danny Darmwurst, Plani Plattenhart, Jan Jutesack (überraschend klar) und Bert Mabuse legen recht souverän nach. Da fiel der Schönheitsfehler beim Stand von 7:1, den sich Alex Abramowich heute mal leistete, nicht weiter auf. Michi und Danny machen denn auch im Eiltempo gegen das heute etwas überforderte Bokeloher obere Paarkreuz nach. Das 9:2 war damit festgezurrt. Olé. Damit tun wir was fürs Spielverhältnis – die erste Herbstmeisterschaft in der BOL seit 234 Jahren rückt näher.




Platz 1 am Deister!
- 9:5 gegen Angstgegner Twistringen -

29.10.2011 (aa). Der tausend Jahre währende Fluch ist besiegt! Die sexy Deisterbären schlagen zum ersten Mal seit Menschen Gedenken die Bremer Stadtmusikanten. Und das am Ende dann doch recht souverän. Beim Stand von 4:4 sah es eher nach einer richtig engen Kiste aus – die bis dahin erkämpften Punkte sagen eigentlich alles aus. Doppel 1:2, wobei Danny/Alberto sich eigentlich bereits auf einer Sänfte als Sieger durch die Halle tragen lassen wollten, ehe die Kontrahenten Weber/Kramer ihre ganze Routine ausspielen ließen. 18:16 hieß es am Ende eines konditionssenkenden Satzes 4 für die anderen. Der Satz hatte uns so viel Kraft und Illusionen gekostet, dass wir Satz 5 9:11 quasi abschenken. Michi/Plani scheinen langsam zum Traumpaar zu mutieren und planen eine offene Beziehung (3:0, zack und weg), Alex und Ersatzmann Jan B. kämpfen. Punkten aber nicht.
Im Einzel das alte Bild: Mit Michi und Plani dominieren die beiden prägenden Figuren dieser Barsinghäuser Saison ihre Spiele, Danny machts wieder im 5. und gratuliert den etwas gehandicapten Gegner Weber zum Sieg, El Desolato rutscht durch Kücketes Ausfall in die Mitte und spielt im Grunde wie derselbige Ausfall.
2:4 stehts bis hierhin, die Köpfe hängen, sollte es schon wieder ne Reibe gegen Pizarro & Co. geben? Scheiß die Wand an – NEIN, sollte es nicht! Denn jetzt kommt das neu formierte untere Paarkreuz: Alex lässt sich vom neuseeländischen Kampfritualisten “Maori“ Beermann nicht aus der Ruhe bringen. Und Ersatzmann Jan brüllt an der Nachbarplatte mächtig dagegen. Zwei sichere 5-Satz-Punkte für uns, und die Wende in diesem Spiel.
Michi fegt in alter Hausfrauenmanier den weiterhin gehandicapten, aber trotzdem chancenlosen Weber weg, Danny putzt Gegner Radünzel ebenso blank, Plani denkt sich: Was die können, kann ich schon lange und macht mit seinem 3:0 gegen Kramer den achten Punkt fix.
Yeah, Unentschieden safe. El Desolato darf noch einmal an den Tisch. So´n Scheiß. Nach 2-0 Satzführung unterbietet er noch seine vormals gebrachte Leistung ins bodenlose und gibt sein Match gegen Lethargo-Wünschmann noch lethargischer ab.
Zum Glück spiel Kasachstan Zich derzeit in der Form seines Lebens. Und zack ist der Sack dicht. Wir sind jetzt echt Tabellenführer in der BOL. Das ungläubige Staunen hält an, zum Glück haben wir jetzt erst einmal 3 Wochen Zeit, um uns mit dieser ungewohnten Rolle des Gejagten umzugehen. Wir wollen doch nur mitspielen.
Unsere massenhafte Fangemeinde kann aber beruhigt aufatmen: Wir werden nicht daran zerbrechen. Ehrlich.





Putzzeit!
- 9:3 in Hemmingen und Relegationsplatz 2 manifestiert. -

15.10.2011 (aa). Die Traumreise in der BOL geht für die Sahnegarde des TSV weiter – nach einem ungefährdeten 9:3-Auswärtssieg gegen die als stark eingeschätzten Hemminger beißen wir uns endgültig so etwas von oben fest, dass die Kauleisten langsam anfangen zu schmerzen. In den Doppeln gehen wir wieder nur 1:2 raus – bis auf Michi/Plani kommt nichts mehr. Zumindest in dieser Disziplin kehrt bei uns langsam Normalität ein…
Dann geht’s oben ausgeglichen weiter. Unser Spitzenspieler Michi erlebt gegen einen äußerst abgeklärten Viet (altersmäßig könnte er quasi Michis Sohn sein) sein persönliches Fiasko und gibt das Spiel recht saftlos ab. Danny kann seine aufsteigende Formkurve durch einen knappen 5-Satz-Sieg gegen Schütze bestätigen – auffallend: unter 5 Sätzen macht es unsere Kampfwurst scheinbar nicht mehr. In der Mitte verputzt der Planimator Herrn Franz klar in 3 Sätzen und unterstreicht seine Ambitionen, in der Rückrunde wieder im oberen Paarkreuz sein athletisches Spiel aufziehen zu lassen. Danach bekommt Jan ein kleines Gastgeschenk und gewinnt kampflos gegen Heuer – freut sich der Bilanzwert. Dann kommt der entscheidende Knackpunkt dieses Spiels – Alex berauscht sich an seinem eigenen Spiel und fügt Wesche in starker Manier die erste Saisonniederlage zu. Stark, der kleine Kasache… Auch Alberto gewinnt knapp im 5. in der Verlängerung gegen Spinny-Pikora, die Entstehung dieses Sieges verdient allerdings noch zwei, drei Sätze: Der Spanier führt im 1. 6:0, um dann zu 8 zu verlieren, gewinnt im Anschluss die Sätze 2 und 3, führt im 4. 8:2 und 10:8, verkackt den Satz, ist kurz vorm kotzen, geht in Satz 5 wieder 6:0 und 10:4 in Führung, und ist bei 10:10 innerlich drauf und dran durchzudrehen. Wäre das in die Hose gegangen, hatte er sich während der vielen Ballwechsel in Sandplatzstil bereits fest vorgenommen, sich den Belag vom Holz zu beißen…
Danach war der Käse geschmolzen. Oder so. Michi fängt sich wieder, schlägt Schütze klar in drei, hadert aber dennoch mit sich und seiner Bewegungslethargie. Danny zeigt dem jungen Viet, wie krumm Tischtennis auch geht – und gewinnt tatsächlich mal in 4! Da Heuer auch sein zweites Match verletzungsbedingt abschenkt, stockt Plani seine Bilanz auf 9:1 auf. Der 9:3 Gesamtsieg ist perfekt…
Jetzt ruhen sich die Deister-Altmeister erst einmal zwei Wochen aus, um zum wiederholten Male den Versuch zu starten, den für sie schier unbezwingbaren Gegner aus Twistringen endlich mal was Zählbares abzuluchsen. Spitzenspiiiiiiiiiel….





Eine Niederlage, ein Sieg, Tabellen-Zweiter.
- 4:9-Schuss gegen Bothfeld, 9:7-Zitteraal in Engensen -

08./09.10.2011 (aa). Ein ausgedehntes Tischtenniswochenende liegt hinter der I. Herren zurück – mal mit lichten Momenten, mal unter dunklen Wetterwolken stehend. Das schwere Auswärtsspiel beim Routineclub in Bothfeld entpuppte sich tatsächlich als schwer – was die am Ende deutliche 4:9-Niederlage auch in Zahlen dokumentierte. Unsere erste in dieser noch jungen BOL-Saison. Schnief.
Ein Schnelldurchlauf des Spiels: Die beiden ersten Doppel gehen knapp im 5. Weg, hätte auch anders laufen können, unser neues Traumpaar Alex/Jan sichert sich den dritten Doppelerfolg in Folge. So viele Doppel haben die beiden zusammen in den vergangenen 2 Jahren nicht gewinnen können – eine Bindung fürs Leben bahnt sich an. In der Folgezeit durchleben wir etwas, was der Volksmund als „Durststrecke“ bezeichnet (aus dem Duden: „Zeitspanne, in der jemand Entbehrungen, Einschränkungen auf sich nehmen muss.“) Unser oberes Paarkreuz sieht gegen die fabelhaften Jendrich-Boys wenig Land, Jan weiß nichts mit der unorthodoxen Spielweise seines Gegners anzufangen und schwups liegen wir schon fast hoffnungslos mit 1:5 hinten. Plani schraubt seine makellose Einzelbilanz gegen Big Papa Wulfes nach oben. Ein Hoffnungsschimmer. Allerdings nicht für Alex, der gegen das sichere und überlegte Spiel des selbsternannten „alten Mannes“ Carsten Rehse (dabei sieht der Kerl seit 100 Jahren gleich aus...) nicht viel entgegenzusetzen hat. Im Anschluss verkürzt die iberische Halbgazelle in einem unspektakulärem Spiel gegen Stirnband-Ottow auf 3:6. Ein Hoffnungsschimmer. Allerdings nicht für die Herren Rücker und Pieper... ich hab ein Dejá-vu (siehe oben, Passage „Fabelhafte Jendrich-Boys... wenig Land“). Da half auch Planis zweiter Einzelerfolg nichts. Jan ließ sich von der körperliche Präsenz und dem Handgelenkzäpfchen von Big Papa vollends einschüchtern. Naja, so war das halt.
Am Tag darauf sollte gegen frittenfettheiße Engenser der Bogen neu gespannt werden, allerdings sah es zeitweise nach einer Überspannung aus. Doppel wieder nur 1:2. Diesmal siegten Michi/Plani recht souverän, Danny/Alberto scheitern an der eigenen Courage und – Jan/Alex haben den ersten Ehekrach der Saison. Ihre Niederlage lässt über weitere Trennungsgerüchte spekulieren. Und da ich jetzt auch keinen Bock mehr habe noch groß weiter zu schreiben, die Steno-Variante unseres 9:7-Sieges: xxx oberes Paarkreuz rehabilitiert sich mit 3:1 Siegen xxx mittleres Paarkreuz teilt sich die Siege, Plani weint seiner ersten Saisonniederlage hinterher xxx unteres Paarkreuz im ersten Durchgang teilweise unterirdisch, im zweiten Durchgang (wenn’s halt um die Wurst geht) voll auf der Höhe xxx Abschlussdoppel eine recht einseitige Geschichte für uns xxx Schwein gehabt xxx hätt auch anders kommen können xxx wir bleiben oben dran und hassen das Mittelfeld. Unsere Parole: entweder oben oder unten mitspielen.

Am Samstag geht’s in Hemmingen weiter... wird auch nicht einfacher...







Sensationsstart gegen Aufstiegsaspirant !
- 9:6-Sieg gegen Ahlten -

11.09.2011 (aa). Alter Deisterwurz, was für ein Saisonstart – unser BOL-Debüt nach 2-jähriger Abstinenz entwickelte sich am Sonntag zu einem wahren Schaulaufen. Und das nicht gegen die Hobbyriege des TTC Zwergenhüttel, sondern gegen die Meisterschaftsfavoriten aus Ahlten. Mit einem nie erwarteten 9:6 schicken wir die Riege mit dem eigentlichen Aufstiegs-Blankoschein wieder nach Hause.
Winner of the Match: Unser Neuzugang Michi, der bereits vor der Partie von einem 9:7-Erfolg schwadronierte (und dafür nur ein bemitleidenswertes Kopfschütteln erntete – hatte er denn seine Mannschaftskollegen noch nie spielen sehen?) und der wiedererstarkte Plani. Beide erkämpften gemeinsam 5 Punkte auf unsere Habenseite. Den Rest besorgte gleichmäßig die anderen – jede hatte also etwas zu diesem riesigen Sieg beizutragen. Jetzt gilt es aber nicht abzuheben – den zwei Punkte machen noch kein Polster, wie man in Südspanien zu sagen pflegt. Der Klassenerhalt bleibt die oberste Marschroute, wir können ja nicht immer auftrumpfen wie die Götter.
Die zwei Wochen Pause tun uns gut, der Adrenalinspiegel muss erst einmal wieder auf Normalmaß runtergefahren werden. Das nächste Spiel steht gegen einen weiteren starken Gegner an: Grasdorf, am 24.09. Wer vorbeikommen möchte – es gibt auf jeden Fall was zu erleben...
(siehe auch unten DLZ v.12.09.2011)